Technik

Analoge Technik

Canon T90/ Canon A1
Die letzte Canonkamera mit manuellen Fokus der HighEnd Klasse.

MAMIYA C300
Mittelformat 6x6
Das Fotografieren mit dieser Kamera ist etwas besonderes. Durch den seitenverkehrte Bild im Lichtschacht und der manuellen Scharfeinstellung mittels Lupe auf der Mattscheibe empfiehlt sich das Fotografieren mit Stativ. Die Arbeit mit einem externen Belichtungsmesser schult das Verständnis von Licht und Schatten und das bewusste einstellen von Kontrastverhältnissen. Aber alles hat mal ein Ende auch diese Ära ist zu Ende.

Digitale Technik

Durch die Digitalfotographie eröffnen sich für mich neue Wege in der Fotographie. Ein wesendliche Verbesserung ist die sofortige Überprüfung der Ergebnisse über den Monitor. Leider verleitet die Digitalfotograpie eher wieder zum knipsen

TECHNIKDETAILS CANON 7D
18 Megapixel CMOS-Sensor
Cropfaktor 1,6
Canon 17-40L / 4
Canon 24-70L / 2,8
Canon 24-105 / 4 IS
Canon 70-200L / 4
Tamron 10-22 / 3,5-4
Canon 50 / 1,8

Studio

Im eigenen Studio in meiner Wohnung können in angenehmer Umgebung tolle Fotos gemacht werden. Leider hab ich nicht den Platz denn ich gerne für mein Studio gerne hätte, aber es reicht.

Blitzköpfe
Prolinca 125, 250, 400
Elinchrome 100FX
Softboxen
30x90 , 90x90, 50x130, 40x50
Reflektoren, Hintergrundreflektor
90°, 60°,Wabengitter

Hintergründe

Alle von mir verwendete Hintergründe stammen von der Fa. Jaguar-Vision und ich bin sehr zufrieden damit.






"xenia" "xenia" "lopaka" "lopaka" "sandy beach"





"weiss" "weiss" "avant garde" "tiffany" "verano"

Cropfaktor

Der Cropfaktor ist ein Faktor der sich aus der Negativfilmdiagonale 24mm x 36mm und der Diagonale des Aufnahmechips der Digitalkamera ergibt. Der Cropfaktor von 1,6 (Canon 20D) bedeutet, dass die Kleinbilddiagonale 1,6 mal größer ist, als die Diagonale des 8MP-Chips der Canon 20D.

Welche Konsequenz hat nun der Cropfaktor?
Der Bildauschnitt bei Digitalkameras entspricht bei gleicher Brennweite, den um den Cropfaktor verlägerten Brennweitewert gegenüber dem Bildauschnitt im Kleinbild. Als Beispiel entspricht der Bildauschnitt eines 50mm Objektives an einer Digitalkamera mit einem Cropfaktor 1,6 (Canon 20D) einer 80mm Optik an einer Kleinbildkamera.
Das wäre ja im ersten Moment noch nicht schlimm, denn man müßte nur Optiken mit anderen Brennweiten einsetzen um den gleichen Bildausschnitt wieder zu erhalten.
Die Aufnahme mit dem Verlängerungsfaktor entspricht nicht der verlängerten Brennweite sondern einen Auschnitt des 60% Bildauschnitt eines Kleinbildes, welches anschließend bei der Darstellung auf Bildschirm oder Foto vergrößert wird.

Objektivprojektion 50mm Bildausschnitt 24x36
Kleinbild
Bildausschnitt Digitalchip
Crop 1,6
Bildausschnitt des Digitalchip
auf KB Größe vergrößert
wie mit "80mm" Objektiv

Das bedeutet, dass die Objektiveigenschaften wie Verzerrung, Tiefenschärfe usw. dem eingesetzten Objektiv entsprechen. Zu Berücksichtigen ist die Problematik des Verwackelns durch große Brennweiten. Dieses Problem entsteht nicht durch die Brennweite des Objektives, sondern durch den Betrachtungswinkel in Bezug zur Betrachtungsfläche. In dieser Konstellation verhält sich ein 50mm Objektiv an einer Digitalkamera wie ein 80mm Objektiv an einer Kleinbildkamera. Also Verschlusszeitfaustregel für die Objektivbrennweite x Cropfaktor berücksichtigen.
Beispiel: 50mm Objektiv x 1,6 Cropfaktor = 80 --> Verschlusszeit >1/80s
Auswirkung auf Tiefenschärfe
Ein wichtiges Gestaltungsmittel in der Fotographie ist der gezielte Einsatz von Tiefenschärfe, um Wichtiges hervorzuheben und Unwichtiges in Unschäfe verschwinden zu lassen. Durch die Wahl einer kleineren Brennweite erhöht sich auch der Tiefenschärfebereich bei gleichem Betrachtungsabstand. Das bedeutet, dass mit der gleichen Brennweite eine Freistellung nicht mehr so einfach möglich ist . Nachdem der Tiefenschärfebereich von der verwendeten Brennweite, dem Betrachtungsabstand und der Blende abhängt, müssen andere Einstellungen gewählt werden um den gleichen Effekt erzielen zu können.

Ein Beispiel zeigt die Veränderung des Blendenwertes für das Erreichen des Tiefenschärfebereichs. Als Annahme wurde der Ausschnitt für ein 100mm Brennweite Kleinbild zugrundegelegt. Durch den Verlängerungsfaktor von 1,6 ergibt sich für den gleichen Bildausschnitt eine Brennweite von 62mm.

Anwendungsbeispiel: Für ein Portrait wird bei 100mm und Blende 8 ein Tiefenschärfebereich von 20cm bei 3m Objektabstand erreicht. Bei einem 62mm Objektiv mit gleichem Bildausschnitt (unabhängig der Verzeichung bei geringen Brennweiten), muss auf Blende 2,8 abgeblendet werden, um einen vergleichbaren Freistellungseffekt zu erhalten.
Eine weitere Möglichkeit den gleichen Bildausschnitt zu erhalten, wäre den Abstand zum Objekt zu vergrößern und mit einer 100mm Brennweite zu arbeiten. In diesem Fall ist eine Erhöhung des Betrachtungsabstandes von 3m auf 5m notwendig, um den gleichen Bildausschnit von ca. 100x70cm zu erreichen. Durch die Erweiterung des Betrachtungsabstandes erhöht sich auch der Tiefenschärfebereich auf fast 60cm, wie man aus dem Diagramm entnehmen kann. Das entspricht einem ähnlich hohen Tiefenschärfebereich, wie das bei 62mm Brennweite mit Blende 8 und 3m Betachtungsabstand der Fall ist.

Weitere Interpretationen dieses Zusammenspiels können sie aus dem Diagramm entnehmen.

Das bedeutet, dass Objektive mit kleinen Blendenwerten benötigt werden um eine vergleichbare Freistellung zu erreichen.

Aufgrund dieser Überlegung und Erkenntnis ergibt sich für mich ein völlig neues Bild in der Portraitfotographie.



Auswirkung auf Objektive
Die Anforderungen an die Objektive steigen damit enorm, denn wer hat schon Objektive die bei Blende 2.8 die gleiche Abbildungsleistung erbringen wie bei Blende 8.
Um konkret bei Canon zu bleiben, erreichen nur Objektive der L-Serie annähernd diese Leistung.
Daher ist es für mich erstaunlich das Canon "spezielle Digitalobjektive" wie das 17-85IS /4-5,6 herausbringt. Brennweite ist nicht alles in der Fotographie.



Auswirkung auf Blitzanlagen
Weitere Auswirkungen ergeben sich auch in der Studiofotographie.
Um solch kleine Blendenwerte zu erreichen, sind sehr niedrige Blitzleistungen erforderlich.

Regelbare Blitzköpfe sind in der Regel über 5 bis max. 6 Blenden zu regeln. Bei einem 100Ws Blitzkopf und 5 Blendenstufen, ergibt sich eine Leistung von 6Ws und eine daraus resultierende Blendeneinstellung von 5,6 bei 2m Objektabstand. Natürlich kann man durch Hilfsmittel (z.B. Softbox) eine weitere Reduzierung des Blendenwertes erreichen. Aber trotzdem liegt man eindeutig im Grenzbereich. Diese Aussagen beziehen sich nur auf das Hauptlicht. Wenn sie auch noch Blitzköpfe zur Schattengestaltung einsetzen wollen, ist es im Prinzip ohne Hilfsmittel fast nicht mehr möglich.
Es bleibt nur die Möglichkeit, mit den Blendenwerten nach oben zu gehen, was dazu führt, dass keine so schöne Freistellung der Objekte mehr möglich ist.
Beispielhafte Darstellung der Leistungsdaten mit Elincrom Blitzköpfen und Standardreflektoren.